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Führung von Remote-Mitarbeitern

Vergangenen Monat haben wir bereits einen Podcast zum Thema Onboarding im Home-Office veröffentlicht. Doch was kommt danach?

Durch die Home-Office Situation und die damit verbundene größere physische Distanz muss trotzdem Nähe in der Führung bewahrt werden. Wer seine Remote-Mitarbeiter angelernt hat, sollte also darüber nachdenken, wie man auch aus der Distanz alles unter Kontrolle hat. Diese Praktik wird im Fachjargon als Distance Leading“ bezeichnet. Auf Grundlage dieser Problematik möchten wir Ihnen gerne praxisnahe Tipps geben, die wir in einer 7-Punkte-Liste zusammengefasst haben:

1. SchaffUng klarer Strukturen

Wie im gewohnten Büroumfeld sollten auch im Home-Office Verantwortungen, Aufgaben und Rollen verteilt werden. Nur so werden klare Strukturen geschaffen. Am besten greift man zum Projektmanagement auf Online-Tools zurück. Welches wir nutzen, das haben wir in unserem Home-Office-Resümee besprochen. Auch alle anderen (im Artikel erwähnten) Kanäle, die online ausgelagert werden können, haben wir dort zusammengefasst.

2. Abläufe definieren 

Besonders in der momentanen Situationen sollten Termine und Arbeitsabläufe eindeutig festgelegt werden. Regelmäßige Check-Ins mit den Angestellten sind dabei extrem wichtig. Darüber hinaus sollte möglichst langfristig geplant werden. Das sorgt für Sicherheit bei den Mitarbeitern und deren Vertrauen in die Geschäftsführung.

3. Verhaltensregeln festlegen

Individuelle Arbeit ist keine Rechtfertigung für Nachlässigkeit. Um derartige Nebeneffekte vorzubeugen, sollte man auch im Home-Office auf eine Art Arbeitskultur setzen. Diese schafft man, wenn man Pünktlichkeit einfordert und einen gewissen Handlungsrahmen schafft. Ebenso wichtig wie Regeln ist eine gegenseitige Kommunikation. Sie sorgt für Klarheit und Sicherheit. 

4. Gewährleistung von Erreichbarkeit

Dieser Punkt bedarf wahrscheinlich keiner Erklärung. Auch wenn es nicht immer einfach ist: Erreichbarkeit muss sichergestellt werden. Es sollte aber klar mit den Mitarbeitern kommuniziert werden, dass kein Zwang zum Antworten besteht, wenn Ruhe benötigt wird. Zur Kommunikation gibt es ebenfalls Online-Tools und Apps, mit denen man sich eine Art virtuelles Büro schaffen kann. 

5. Zwischenmenschlichkeit zulassen Und Fördern

Der letzte Punkt umfasst natürlich auch die informelle Kommunikation. Persönliche Kontakte im Team sollten als normal angesehen werden. Besonders im Home-Office ist das Bedürfnis nach sozialer Nähe oft größer. Zum Beispiel könnte man einen virtuellen Spieleabend veranstalten. So wird die Mitarbeiterzufriedenheit gefördert.

6. Mitarbeiter als Individuen betrachten

Sie sollten Ihre Angestellten als die Menschen behandeln, die sie sind. Es sollte so gut wie möglich identifiziert werden, um welchen Typ es sich jeweils handelt. Stärken dürfen genutzt werden und bei Schwächen sollte Unterstützung angeboten werden. Nur wenn man die Existenz verschiedener Charaktere akzeptiert, können diese sich entfalten.

7. Probleme ansprechen und Lob hervorheben

Auch über Entfernung sollte Kritik offen und ehrlich geübt werden. So kann man auftretenden Problemen unmittelbar vorbeugen. Und für die Anerkennung und Lobpreisung von Erfolgen sollte im Home-Office selbstverständlich ebenfalls immer Platz sein. Mitarbeiter sollten immer erfahren, wenn Sie etwas falsch oder richtig machen.

Ein virtuelles Arbeitsumfeld

Auch wenn das Home-Office für einige wohl noch Neuland ist, unterscheiden sich seine Strukturen und Abläufe nicht maßgeblich vom herkömmlichen Büroalltag. Zumindest sollte dies so sein. Nur wenn das Home-Office gegenüber dem gewohnten Arbeitsumfeld der Mitarbeiter so viele Parallelen wie möglich aufweist, dann führt die Arbeit auch zu Ergebnissen. Dabei sollten kommunikationsspezifische Maßnahmen genauso wie klare Strukuren und Zwischenmenschlichkeit berücksichtigt werden.

Der Podcast zum Thema