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Was ist Agilität?

Agilität ist derweilen in aller Munde, doch was genau hat es damit eigentlich auf sich? Was bedeutet „agil“ im unternehmerischen Kontext? 

Agilität ist tatsächlich nichts neues, sondern existiert bereits seit fast 70 Jahren in verschiedenen Facetten und Ausprägungen. Im Zuge der Digitalisierung gewann der Begriff Agilität neuen Aufwind. Grundlegend werden unter dem Begriff „Agilität“ vier zentrale Aspekte verstanden: Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kundenzentriertheit und Haltung. Bezogen auf den unternehmerischen Kontext bedeutet das, dass Organisationen schnell und dynamisch auf externe und interne Veränderungen reagieren und sich flexibel anpassen sollten.

Warum sich Unternehmen mit Agilität auseinandersetzen sollten?

Es gibt die verschiedensten Gründe, weshalb sich Unternehmen mit Agilität beschäftigen bzw. beschäftigen sollten. Zu den wichtigsten, von außen wirkenden Gründen, zählen die dynamische Veränderung des Marktes, die steigende Schnelligkeit der Produktentwicklung, ebenso wie die fortgeschrittene Digitalisierung. Sich dem Thema Agilität zuzuwenden, ist demnach nichts weiter als die logische Konsequenz aus der Dynamik des Umfelds. 

Gründe, die von innen wirken und zu Agilität drängen, sind in erster Linie die steigende Komplexität von Projekten, ebenso wie die veränderten Ansprüche der Mitarbeiter. Aber auch Steigerung der Mitarbeitermotivation und die Schaffung von Raum für Innovationen gelten als wichtige Einflussfaktoren. 

Es lässt sich also bereits erahnen, wie wichtig das Thema Agilität für die Führungsebene einer jeden Organisation ist und dass agile Führung längst als Eckpfeiler einer modernen Organisation gilt. 

Agile Führung in Krisenzeiten

Unternehmen, die bisher versuchten, das Thema Agilität mit Ignoranz zu strafen, werden nun, in Zeiten der Corona- Krise, mit besonderer Härte von ihr heimgesucht. Klar ist, dass diejenigen, die sich in Krisenzeiten wie dieser, nicht agil an die gegebenen Umstände anpassen können, ins Straucheln geraten werden, wenn es um das Bestehen der Unternehmung geht. 

Vor allem für Führungskräfte wird das Leiten ihrer Mitarbeiter zu einem Drahtseilakt der besonderen Art. 

Wie die ersten Schritte einer agilen Führung aussehen und etabliert werden können, haben wir in vier Punkten zusammengefasst. 

Vertrauen

Vertrauen steht nicht grundlos an oberster Stelle dieser Aufführung. Grundsätzlich gehört gegenseitiges Vertrauen in einer Organisation zu der Kernqualität einer Unternehmenskultur. Besonders in Zeiten wie diesen, in denen Homeoffice verordnet und die Arbeitsorganisation in die Hände der Mitarbeiter gelegt werden, ist das gegenseitige Vertrauen von großer Bedeutung. Dementsprechend wichtig ist es, als Führungsperson den ersten Schritt zu gehen und dem Mitarbeiter Vertrauen zu schenken. Ihn wissen zu lassen, dass seine Arbeit geschätzt wird und dass man ihm durchaus zutraut, sich eigenständig zu organisieren und effizient die Zeit im Homeoffice zu nutzen. 

Kommunikation

Insbesondere dann, wenn man sich nicht täglich in den Räumlichkeiten des Unternehmens über den Weg läuft, ist es wichtig stetig im Dialog zu bleiben. Es wird deutlich, dass es funktionierender Kommunikationswerkzeuge bedarf, die weit über den klassischen Austausch per Mail hinausgehen. 

Helfen können hierbei zum Beispiel feste Termine, bei denen man sich entweder zu einem Telefonat oder aber zu einem Videoanruf verabredet. Auf diese Weise kann ein Rahmen um die Arbeitsorganisation gelegt werden, der den Mitarbeiter zum einen unterstützt und zum anderen ein beidseitiges Feedback ermöglicht. 

Normalität

In Zeiten, in denen nichts mehr zu sein scheint, wie es einmal war, ist das Gefühl von Normalität genau das, was Führungskräfte ihren Mitarbeitern vermitteln sollten. Nun gilt es Ruhe in das Geschehen zu bringen und das „business as usual“ aufrecht zu erhalten. Digitale Routinen wie beispielsweise das „09:00 Uhr- Montagsmeeting“ können dabei helfen, Normalität in den neuen Alltag einzuflechten. 

Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig darauf zu achten, dass die Corona-Krise nicht zu viel Raum einnimmt und so die Normalität überschattet. Aufklärung ist unumgänglich, Beschönigung nicht angebracht. Krisenteams können dabei helfen das Thema nicht nur zu besprechen, sondern gegebenenfalls auch Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. 

Der Wahrheit ins Gesicht schauen

Der Corona Virus betrifft uns alle. Die Krise, die er mit sich bringt, ist für Unternehmen jeglicher Art eine enorme wirtschaftliche Herausforderung. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten, sollten Führungskräfte gewährleisten, dass Mitarbeiter so sorglos wie nur möglich arbeiten können. Dies ist wichtig, damit weder Arbeitsplätze, noch wertvolles know- how verloren gehen. Mitarbeiter, die in dieser Ausnahmesituation eine positive Erfahrung machen, werden auch in Zukunft besser Krisen und Rezessionen überstehen. Im besten Fall kann durch dieses gemeinsame Erlebnis eine überproportionale Mitarbeiterbindung erzielt werden. 

Agilität passiert nicht von heute auf morgen, vielmehr handelt es sich hierbei um einen laufenden Prozess, der stetig analysiert und verbessert werden sollte. Wer bisher noch nicht mit auf den Zug gesprungen ist, dem können wir Folgendes mit auf den Weg geben: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit der agilen Transformation zu beginnen!

Der Podcast zum Thema